Köln 20.12.2015 „Loss mer Weihnachtsleeder singe“

Köln 20.12.2015

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           32 000 singen Weihnachtslieder im Kölner Rheinenergie-Stadion und wir waren dabei

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hier der Link zum Video Halleluja

„Loss mer Weihnachtsleeder singe“ 32 000 singen Weihnachtslieder im Kölner Rheinenergie-Stadion

Erstellt 20.12.2015

Stimmungsvolles Lichtermeer: Das Rheinenergie-Stadion erstrahlte beim XXL-Mitsingevent „Loss mer Weihnachtsleeder singe“. (Fotos: Schmülgen)
Mit Plätzchen und Punsch im Gepäck sind am Sonntag zum vierten Advent Zigtausende ins Rheinenergie-Stadion gepilgert, um bei der Premiere von„Loss mer Weihnachtsleeder singe“ gemeinsam zu singen. Von wegen Stille Nacht. Von Martina Windrath

Halleluja. Auf den Rängen im Stadion funkeln unzählige Smartphone-Lichter, aus der Südkurve schallen keine Fan-Gesänge, sondern Friedens-Hymnen. Von wegen Stille Nacht: „Happy Xmas, war is over if you want it!“ – „Fröhliche Weihnachten, der Krieg ist aus, wenn Du es willst!“

Als Wolfgang Niedecken die ersten Akkorde des Hits von John Lennon spielt, singt der 32 000-stimmige Chor der Besucher lautstark mit – und beschert allen viel Gänsehaut-Gefühl in der Fußball-Arena. „Das Stadion fühlt sich ganz anders an“, sagt der BAP-Frontmann, der hier schon große Konzerte gespielt hat

Mit Liederheften und Flöten ins Stadion

„Loss mer Weihnachtsleeder singe“, diesen Appell zum Mitmachen beim ersten XXL-Weihnachtssingen haben sich die Kölner nicht zweimal sagen lassen. Zigtausende sind mit Plätzchen, Punsch und anderen Leckereien aus dem Picknickkorb am vierten Advent ins Rheinenergie-Stadion gepilgert, auch Liederhefte und Blockflöten sind mit im Gepäck für den Advents-Abend. Ein besinnliches, harmonisches Einsingen aufs Fest.

„XMas“-Klassiker „O Du Fröhliche“ oder der „Weihnachtsbäckerei“ mit den Lucky Kids und dem Jugendchor St. Stephan kamen ebenso gut an wie Peter Brings poetischer kölscher „Plastikstän“ oder internationale Hits zum großen Finale: „Feliz Navidad!“ Wer nicht textsicher ist, kann die Zeilen auf großen Bildschirmen ablesen – oder einfach zuhören.

Junge Sänger mit Nikolausmützen trugen mit ihren Stimmen zum Gänsehaut-Gefühl bei.  Foto: Schmülgen

Für ein friedliches Miteinander, gegen Gewalt stimmt auch Henning Krautmacher von den Höhnern einen Hit der Beatles an: „All you need is love“, singt er mit einer serbischen Familie, die vor einem Jahr nach Köln gekommen ist und hier ein neues Zuhause gefunden hat – das Publikum macht begeistert mit.

Viele Musikfans, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, lockte das erste Mitsingkonzert „Loss mer Weihnachtsleeder singe“ ins Kölner Stadion. Veranstaltet wurde die Premiere von der DuMont Livekon GmbH des Medienhauses DuMont Rheinland, zu dem auch die Kölnische Rundschau gehört, zusammen mit den Sportstätten.

Nach dem Vorbild des Berliner Chor-Events und der „Loss mer singe“-Kneipentour ging das Rekord-Event über die riesige Open-Air-Bühne in der Südkurve, rund 1200 Sängerinnen und Sänger aus 38 Chören traten mit prominenten „Vorsängern“ auf. Alle ohne Gage.

„Happy Xmas, war is over if you want it!“ – BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken stimmte den Hit von John Lennon an.  Foto: Schmülgen

Zu einem Experiment mit mitgebrachten Blockflöten animieren die Moderatoren Linus und Vanessa Nolte das Publikum: Ein bisschen schräg versuchen sich in C-Dur die Besucher am Klassiker „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Auch die Wise Guys, Cat Ballou und viele weitere Künstler machten mit beim Rekord-Mitsingen unter Leitung von Michael Kokott.

„Wir singen gerne, laut und schief!“, gesteht Familie Schmeil, die sich mit Weihnachtsmützen kostümiert hat: „Bei den Problemen in unserer heutigen Zeit ist der Sinn solcher Aktionen doch auch, dass die Leute die Lebensfreude gerade zu Weihnachten wiederfinden.“ Andere haben sich blinkende Lichterketten umgebunden und schwenken Smartphones im Takt der Lieder.

Den Beatles-Hit „All you need ist love“ sangen die Höhner mit einer Kölner Flüchtlings-Familie.  Foto: Schmülgen

„Ein himmlischer Abend. Vielleicht noch mehr kölsche Musik statt Verzäll“ wünscht sich eine andere Besucherin, die mit Freunden und Kindern gekommen ist. „Es gab viele schöne Gänsehautmomente und eine wunderbare Bühne!“, so Constanze Moths.

Tausende Lichter leuchten „für uns und jedes Menschenkind und für all die Leute, die alleine sind“, sangen sie mit. An diesem Vierten Advent war im riesigen Stadion keiner alleine. „Alle Jahre wieder“ stimmten Lore und Max auf dem Nachhauseweg nach dem zweistündigen Mitsing-Konzert an. „Gemeinsames Singen schweißt zusammen und macht Spaß!“

Quelle Kölnische Rundschau